Der Pfandkredit
Beim Pfandkredit handelt es sich um die älteste bekannte Darlehen-Form. Im Unterschied zu den übrigen Arten von Krediten geht der Darlehensnehmer beim Pfandkredit kein Schuldverhältnis ein. Der Kreditnehmer erhält den Pfandkredit dadurch, dass er einen wertvollen Gegenstand hinterlegt – in einem Pfandhaus. Es haftet allein der Pfand und nicht der Kreditnehmer. Der Kunde kann sich schließlich entscheiden, ob er den Wertgegenstand bei Ablauf der Frist (zumeist wird eine Kreditlaufzeit von 3 Monaten vereinbart) wieder auslöst, indem er den Kreditbetrag zzgl. Zinsen und Gebühren bezahlt, den Pfandkreditvertrag verlängert - wobei natürlich weitere Zinsen und Gebühren anfallen - oder ob er auf Auslösung des Wertgegenstandes verzichtet. Ist dies der Fall, so wird das Pfandgut in einer öffentlichen Auktion zum höchsten Gebot versteigert. Der Pfandkredit hat im Vergleich mit gewöhnlichen Krediten einige Vorteile. Die Vergabe verläuft relativ schnell und vor allem sehr unbürokratisch. Dazu kommt die Tatsache, dass auch Personen mit einer negativen Schufa per Pfandkredit die Möglichkeit haben, Geld zu erhalten. Alle Zinsen und Gebühren werden tagesgenau abgerechnet.